Villen und Fachwerkhäuser einer Taunusstadt am Hang im Abendlicht

Immobilienpreise in Kronberg im Taunus

Amtliche Bodenrichtwerte für alle drei Stadtteile, ehrlich eingeordnet. Mit einer klaren Ansage dazu, warum der Kreisdurchschnitt für Kronberg der falsche Maßstab ist.

Die Kernzahlen

Was Immobilien in Kronberg wirklich kosten

Zwei amtliche Ebenen, und eine wichtige Warnung zur zweiten.

Die Vorbemerkung entscheidet hier über alles Weitere: Für Kronberg gibt es keine eigene amtliche Kaufpreis-Statistik. Eigene Stadt-Statistiken gibt es in Hessen nur bei Städten mit eigenem Gutachterausschuss; im Hochtaunuskreis haben allein Bad Homburg und Oberursel einen eigenen, Kronberg fällt unter den regional zuständigen Gutachterausschuss. Dessen Zahlen gelten für den gesamten Kreis, also vom teuren Vordertaunus bis in die deutlich günstigeren Lagen bei Usingen und Neu-Anspach. Für Kronberg sind diese Kreiswerte deshalb zu niedrig, und zwar erheblich.

Wie groß der Abstand ist, zeigt eine einfache Rechnung. Der Kreis weist für ein freistehendes Einfamilienhaus im Standardzuschnitt 715.000 Euro aus, bei 700 Quadratmetern Grundstück. In der Kronberger Kernstadt liegt der Bodenrichtwert bei 950 Euro je Quadratmeter, macht für dieselbe Fläche schon 665.000 Euro allein für den Grund, ohne einen einzigen Ziegel. Wer sein Kronberger Objekt am Kreiswert misst, unterschreitet damit den reinen Bodenwert.

Belastbar und stadtscharf sind dagegen die Bodenrichtwerte: 28 Wohnbauland-Zonen über drei Gemarkungen, festgesetzt zum Stichtag 01.01.2024. Die Kernstadt führt mit 950 Euro, Schönberg folgt mit 910 Euro, Oberhöchstadt liegt bei 780 Euro. Über alle Zonen reicht das Feld von 650 bis 1.220 Euro. Bemerkenswert ist die Geschlossenheit: Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Stadtteil liegen nur rund zwanzig Prozent, was Kronberg von den meisten Städten dieser Serie unterscheidet und die Bewertung berechenbarer macht.

Ihr Wert

Was ist Ihre Kronberger Immobilie wert?

Die Marktwertindikation rechnet mit dem Bodenrichtwert Ihrer Zone, der hier den größten Teil des Werts ausmacht. Ergebnis in zwei Minuten, ohne Konto.

KostenlosErgebnis sofort sichtbarAmtliche Bodenrichtwerte
Amtliche Werte

Bodenrichtwerte je Stadtteil

Median der Wohnbauland-Zonen je Gemarkung, Stichtag 01.01.2024, Quelle Gutachterausschuss - Immobilienwerte (Bereich Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg).

Kernstadt (Altstadt und Burg)61476950 €/m²Wert berechnen →
Schönberg61476910 €/m²Wert berechnen →
Oberhöchstadt61476780 €/m²Wert berechnen →

Lesehilfe: Die Namen sind die amtlichen Gemarkungen und entsprechen den drei Kronberger Stadtteilen. Jeder Wert beschreibt baureifes Wohnbauland mittlerer Lage seiner Zone und lässt das Gebäude außen vor. Anders als in vielen Städten dieser Serie liegen die Stadtteile hier dicht beieinander; die größere Spreizung findet innerhalb der Kernstadt statt, wo die Zonen von 750 bis 1.220 Euro reichen. Welche Zone für Ihr Grundstück gilt, klärt der kostenlose BORIS-Auszug.

Die Lagen

Kronbergs Stadtteile im Ehrlichkeits-Check

Drei Gemarkungen, die enger beieinanderliegen als anderswo, aber unterschiedliche Käufer ansprechen.

Die Kernstadt führt mit 950 Euro und umfasst mit 13 von 28 Zonen den größten Teil des Marktes. Sie vereint mehrere Welten: die mittelalterliche Altstadt unterhalb der Burg mit ihren engen Gassen und Fachwerkhäusern, die gründerzeitlichen Villenlagen, die im 19. Jahrhundert um die Malerkolonie herum entstanden, und die Wohngebiete der Nachkriegsjahrzehnte. Entsprechend reicht die Spanne von 750 bis 1.220 Euro. Wer in der Altstadt verkauft, verkauft dabei mit Denkmalauflagen, die Sie früh offenlegen sollten; wer eine Villenlage anbietet, spricht einen kleinen, aber sehr zahlungsfähigen Käuferkreis an.

Schönberg folgt mit 910 Euro und war bis 1972 eigenständig. Der Ort liegt östlich der Kernstadt Richtung Oberursel, hat einen erhaltenen Kern und überwiegend Einfamilienhausbebauung, dazu den Victoriapark und viel Grün. Die sieben Zonen bewegen sich zwischen 770 und 1.100 Euro. Für Familien, die Kronberger Adresse und Wohnruhe verbinden wollen, ist Schönberg häufig die erste Wahl, was die Vermarktungszeiten dort kurz hält.

Oberhöchstadt bildet mit 780 Euro das untere Ende, liegt damit aber immer noch über dem Spitzenwert der meisten hessischen Städte. Der Stadtteil im Süden Richtung Steinbach und Frankfurt ist flächenmäßig groß, hat einen dörflichen Kern und die jüngsten Neubaugebiete der Stadt. Mit 650 bis 1.000 Euro ist die Spanne moderat. Käufer sind überwiegend Familien, für die Kronberg insgesamt am oberen Rand des Budgets liegt und die deshalb hier einsteigen.

Der Antrieb

Warum Kronberg zu den teuersten Adressen Hessens gehört

Der erste Grund ist die Topografie. Kronberg liegt am Südhang des Taunus, mit Wald direkt hinter dem Ort und freiem Blick über die Rhein-Main-Ebene bis zur Frankfurter Skyline. Diese Kombination aus Hanglage, Aussicht und Waldnähe gibt es im Umkreis von Frankfurt nur an wenigen Stellen, und sie lässt sich nicht vermehren. Genau darin liegt der strukturelle Preistreiber: Das Angebot ist von Natur aus begrenzt.

Der zweite Grund sind die Arbeitsplätze vor Ort. Accenture führt in Kronberg seine Deutschlandzentrale, Fidelity International ist hier ansässig, dazu kommen weitere Unternehmenssitze und Kanzleien. Die Stadt ist damit nicht nur Wohnort für Frankfurt-Pendler, sondern selbst Arbeitsstandort für gut verdienende Beschäftigte, die häufig auch hier wohnen wollen. Über die S4 ist Frankfurt in rund einer halben Stunde erreichbar, über die A661 ähnlich schnell.

Der dritte Grund ist die Substanz. Burg Kronberg, die mittelalterliche Altstadt und das Schlosshotel prägen ein Ortsbild, das im Rhein-Main-Gebiet einzigartig ist; die Kronberger Malerkolonie des 19. Jahrhunderts hat zusätzlich einen Villenbestand hinterlassen, der bis heute den oberen Markt bestimmt. Solche Objekte kommen selten und oft ohne Inserat auf den Markt. Wer eines besitzt, verkauft nicht über Reichweite, sondern über den Zugang zum richtigen Käuferkreis, und genau daran unterscheiden sich Maklerbüros in diesem Segment.

Nach Objektart

Haus, Wohnung, Grundstück: was den Preis bestimmt

Häuser prägen den Kronberger Markt, und der Bodenanteil dominiert dabei den Preis wie in kaum einer anderen Stadt der Region. Bei 800 Quadratmetern Grundstück in einer 950-Euro-Zone stecken 760.000 Euro allein im Grund; das Gebäude kommt oben drauf. Praktisch heißt das zweierlei: Erstens ist die Grundstücksgröße ein Preisfaktor erster Ordnung, zweitens verlieren Sanierungsstau und Baujahr relativ an Gewicht, weil sie sich auf einen kleineren Anteil des Gesamtwerts beziehen. Für die Bewertung folgt daraus, dass Zone und Fläche zuerst geklärt gehören.

Eigentumswohnungen sind in Kronberg der kleinere Teilmarkt, weil der Bestand überwiegend aus Häusern besteht. Was es gibt, konzentriert sich auf die Kernstadt und einige Anlagen jüngeren Datums. Die Käufergruppen sind klar umrissen: ältere Kronberger, die aus dem eigenen Haus in etwas Kleineres mit kurzen Wegen wechseln und die Adresse behalten wollen, sowie Kapitalanleger mit Blick auf die zahlungskräftige Mieterschaft. Für die erste Gruppe sind Aufzug und Barrierefreiheit preisbestimmend, oft stärker als die Quadratmeterzahl.

Grundstücke kommen kaum noch auf den Markt. Die Stadt ist von Wald, Landschaftsschutz und der Bebauung der Nachbarorte umschlossen; nennenswerte Flächenreserven gibt es nicht. Gehandelt werden fast ausschließlich Abbruchgrundstücke und Teilflächen großer Gärten. Genau dort liegt für manche Eigentümer erheblicher Wert: Ein großes Grundstück mit älterem Haus kann als Bauträgergrundstück ein Vielfaches des Objektwerts bringen. Ob eine Teilung oder ein Ersatzneubau zulässig ist, klärt eine Bauvoranfrage für wenige hundert Euro. Unsere Grundstücksbewertung rechnet mit den amtlichen Zonenwerten.

Mehrfamilienhäuser und vermietete Objekte bilden den vierten, sehr dünnen Teilmarkt. Zinshäuser im klassischen Sinn gibt es in Kronberg kaum, was am Bestand liegt: Wo der Boden 950 Euro je Quadratmeter kostet, ist gestapelter Mietwohnungsbau selten gerechnet worden. Was gehandelt wird, sind eher Zwei- und Dreifamilienhäuser aus Familienbesitz. Ihre Bewertung läuft nicht über den Ertrag allein, sondern über den Vergleich zweier Rechenwege: Was bringt das Objekt als Renditeobjekt, und was bringt dasselbe Grundstück, wenn ein Käufer es selbst bezieht oder neu bebaut? In Kronberg gewinnt fast immer der zweite Weg, weil die erzielbaren Mieten mit den Bodenwerten nicht Schritt halten. Wer ein vermietetes Objekt verkauft, sollte deshalb vor der Preisfindung klären, ob und wie sich der Bestand freimachen lässt, denn diese Frage entscheidet über einen erheblichen Teil des Preises. Den Ertragswert als Gegenprobe liefert unser Ertragswertrechner.

Die Entwicklung

Wo der Markt nach der Zinswende steht

Die hessischen Zahlen für 2024 zeigen eine deutliche Erholung. Landesweit wurden 18.903 Kaufverträge über Wohnungseigentum beurkundet, nach 14.763 im Vorjahr, bei 4,8 Milliarden Euro Geldumsatz. Der Hochtaunuskreis kam auf 2.595 Kaufverträge über alle Objektarten, davon 1.083 über Wohnungseigentum mit 321 Millionen Euro Umsatz. Nach zwei schwachen Jahren finden Käufer und Verkäufer wieder zusammen.

Für das obere Preissegment, in dem sich Kronberg bewegt, gibt es allerdings einen belastbaren Hinweis auf die Korrektur, und er kommt vom Nachbarn: Der Oberurseler Gutachterausschuss hat für seine Stadt einen Rückgang der Eigenheimpreise um rund 21 Prozent in zwei Jahren gemessen, und der Anteil der Verkäufe über einer Million Euro fiel dort von 38 auf 19 Prozent. Für Kronberg liegt keine vergleichbare Auswertung vor, die Mechanik ist aber dieselbe: Käufer in diesem Segment finanzieren, und ihr Budget hängt am Zins.

Eine Prognose zeichnen wir nicht, weil sie sich nicht belegen ließe. Was sich sagen lässt: Das Angebot kann in Kronberg praktisch nicht wachsen, während die Nachfrage aus Frankfurt und von den ansässigen Unternehmen bleibt. Eine Korrektur läuft hier deshalb nicht über ein Überangebot, sondern über die Finanzierbarkeit. Für Verkäufer heißt das: Der Preis, den ein vergleichbares Objekt 2021 erzielt hat, ist heute keine Verhandlungsbasis mehr.

Der Verkauf

In Kronberg verkaufen: worauf es ankommt

Am Anfang steht die Unterlagen-Mappe: Grundbuchauszug und Flurkarte, Energieausweis, beim Haus die Bauakte, bei einer Wohnung Teilungserklärung und die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen. Zuständig ist das Grundbuchamt beim Amtsgericht Königstein im Taunus, die Flurkarte kommt vom Katasteramt des Hochtaunuskreises. Bei Objekten in der Altstadt gehören die Denkmalauflagen und der Stand etwaiger Genehmigungen dazu; im oberen Preissegment prüfen Käufer und deren Berater besonders gründlich, und eine Lücke in den Unterlagen kostet hier nicht nur Zeit, sondern Verhandlungsposition.

Drei Punkte sind in Kronberg besonders. Erstens der Maßstab: Kreiszahlen taugen für Ihre Bewertung nicht, weil sie unter dem reinen Bodenwert vieler Kronberger Grundstücke liegen; maßgeblich ist der Bodenrichtwert Ihrer Zone, und die kostenlose Marktwertindikation rechnet damit. Zweitens die Grundstücksfläche, die hier stärker auf den Preis durchschlägt als der Gebäudezustand. Drittens die Kosten: Der hessische Provisionssatz von 5,95 Prozent wird geteilt und ist verhandelbar (nachrechnen im Provisionsrechner), dazu kommen die Lastenfreistellung beim Notar und bei vermieteten oder kurz gehaltenen Objekten die Spekulationsfrist-Prüfung. Der Ablauf im Übrigen folgt dem üblichen Verkaufsprozess.

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Die Partner

Immobilienmakler in Kronberg: geprüft statt versprochen

Im oberen Preissegment entscheidet die Maklerwahl über größere Beträge als anderswo, und die Auswahl ist unübersichtlich: Neben lokalen Büros drängen Frankfurter Häuser und überregionale Marken in den Vordertaunus. In unser Partnernetz kommt keines davon durch Bezahlung. Ein Büro bewirbt sich, weist die Formalia nach § 34c GewO nach und legt seine Vermarktungshistorie offen; geprüft wird an Kennzahlen, die kein Makler selbst steuert, nämlich ob die Startpreise halten, wie lange die Objekte laufen und wie oft nachträglich reduziert wird. Für Kronberg achten wir zusätzlich auf zwei Dinge: Zugang zum Käuferkreis für Objekte, die nicht öffentlich inseriert werden, und Erfahrung mit Denkmalschutz in der Altstadt. Bis zu Ihrer Freigabe bleiben alle Profile anonym.

Vordertaunus

Preise in der Umgebung

Der Vordertaunus ist auf engem Raum sehr unterschiedlich, und Kronberg liegt mitten in seinem teuersten Abschnitt. Für diese Nachbarstädte entstehen eigene Auswertungen.

Frankfurt am MainWiesbadenDarmstadtBad CambergOberurselBad HomburgIdsteinLimburg an der LahnOffenbach am MainHanauRüsselsheim am MainKönigstein im TaunusBad VilbelNeu-IsenburgDreieichBad NauheimMaintalBensheimKönigstein im TaunusfolgtSteinbachfolgtSchwalbach am TaunusfolgtBad Soden am TaunusfolgtEschbornfolgtGlashüttenfolgtKelkheimfolgt

Ihr Ort fehlt noch? Die Marktwertindikation greift auf die amtlichen Werte jeder deutschen Postleitzahl zu und rechnet sofort.

Häufige Fragen zu Immobilienpreisen in Kronberg

Was kostet ein Haus in Kronberg?

Für Kronberg selbst gibt es keine eigene amtliche Kaufpreis-Statistik, weil die Stadt keinen eigenen Gutachterausschuss hat; im Hochtaunuskreis haben das nur Bad Homburg und Oberursel. Die verfügbare Ebene ist der Kreis, dort liegt das Preisniveau bei 715.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus im Standardzuschnitt. Wichtig: Dieser Wert ist für Kronberg zu niedrig, weil die Stadt zu den teuersten des Kreises gehört. Die realistischere Orientierung liefert der Bodenrichtwert Ihrer Zone, der hier bis 1.220 Euro je Quadratmeter reicht.

Wo ist Kronberg am teuersten, wo am günstigsten?

Bei den amtlichen Bodenrichtwerten für Wohnbauland führt die Kernstadt mit 950 Euro je Quadratmeter, gefolgt von Schönberg mit 910 Euro; Oberhöchstadt liegt bei 780 Euro. Über alle 28 Zonen reicht das Feld von 650 bis 1.220 Euro. Die drei Stadtteile liegen damit ungewöhnlich dicht beieinander, was Kronberg von Nachbarstädten wie Königstein unterscheidet.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Aus zwei amtlichen Quellen: den Bodenrichtwerten des Gutachterausschusses über BORIS Hessen (Stichtag 01.01.2024, Datenlizenz Deutschland Zero 2.0) und dem Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2025 mit Berichtsjahr 2024. Die Bodenrichtwerte sind stadtscharf, die Gebäudepreise gelten für den Hochtaunuskreis und liegen für Kronberg am unteren Rand des Realistischen. Wir kennzeichnen an jeder Stelle, welche Ebene gilt, statt eine Stadtzahl zu erfinden.

Warum gibt es für Kronberg keine eigenen Kaufpreise?

Weil eigene Kaufpreis-Statistiken in Hessen nur dort entstehen, wo eine Stadt einen eigenen Gutachterausschuss hat, also in den kreisfreien und wenigen größeren Städten. Im Hochtaunuskreis haben Bad Homburg und Oberursel einen eigenen, Kronberg fällt unter den regional zuständigen Gutachterausschuss. Dessen Auswertungen erscheinen für den gesamten Kreis, vom teuren Vordertaunus bis in die günstigeren Lagen bei Usingen und Neu-Anspach. Stadtscharf verfügbar bleiben die Bodenrichtwerte, und die sind für die Lagebewertung ohnehin das schärfere Werkzeug.

Was kostet eine Eigentumswohnung in Kronberg?

Auf Kreisebene nennt der Landesbericht 5.150 Euro je Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung und 3.900 Euro für den Wiederverkauf einer zwanzig Jahre alten Wohnung mit 80 Quadratmetern. Auch hier gilt: In Kronberg liegen die realen Preise über diesem Kreisschnitt. Der Wohnungsmarkt des Kreises ist groß, 2024 wurden dort 1.083 Kaufverträge über Wohnungseigentum mit 321 Millionen Euro Umsatz beurkundet; Kronberg selbst hat davon einen kleinen Anteil, weil der Bestand überwiegend aus Häusern besteht.

Was ist der Unterschied zwischen Bodenrichtwert und Kaufpreis?

Der Bodenrichtwert beziffert allein den Boden je Quadratmeter Grundstücksfläche einer Lagezone; der Kaufpreis umfasst zusätzlich das Gebäude. In Kronberg ist der Bodenanteil dominant: Bei 800 Quadratmetern Grundstück in einer 950-Euro-Zone stecken 760.000 Euro allein im Grund. Das erklärt, warum der Kreiswert von 715.000 Euro für ein Standardhaus hier unbrauchbar ist, denn er läge unter dem reinen Bodenwert vieler Kronberger Grundstücke.

Wie hoch ist die Maklerprovision in Kronberg?

Üblich ist der hessische Satz von 5,95 Prozent inklusive Mehrwertsteuer, geteilt zwischen Verkäufer und Käufer; auf Ihre Seite entfallen rund 2,98 Prozent. Bei einem Kronberger Objekt im siebenstelligen Bereich, was hier keine Seltenheit ist, summiert sich das schnell auf 30.000 Euro und mehr. Gerade in diesem Segment ist der Satz verhandelbar, weil ein gut vermarktbares Objekt für ein Büro attraktiv ist.

Was macht Kronberg für Käufer so attraktiv?

Drei Dinge kommen zusammen. Die Lage am Taunushang mit Blick über die Rhein-Main-Ebene und Wald direkt hinter dem Ort. Die Erreichbarkeit über die S4 nach Frankfurt in rund einer halben Stunde und die A661. Und die Arbeitsplätze vor Ort: Accenture führt hier seine Deutschlandzentrale, dazu kommen Fidelity International und weitere Unternehmenssitze. Historisch prägen Burg, Altstadt und die Kronberger Malerkolonie das Bild, was der Adresse einen eigenständigen Charakter gibt, den Käufer bewusst suchen.

Erhalten Makler meine Daten, wenn ich hier rechne?

Nein, und zwar konstruktionsbedingt: Die Berechnung verlangt weder Konto noch E-Mail-Adresse, es entsteht also kein Datensatz, den ein Büro erhalten könnte. Weitergegeben wird ausschließlich, was Sie später selbst in ein Anfrageformular eintragen und ausdrücklich freigeben. Empfänger ist dann genau ein geprüftes Büro.

Ist Kronberg teurer als Oberursel oder Bad Homburg?

Bei den Bodenrichtwert-Medianen liegt Kronberg mit 950 Euro in der Kernstadt unter den Spitzenwerten von Bad Homburg (Dornholzhausen 1.400 Euro) und Oberursel (Oberstedten 1.350 Euro). Der Unterschied liegt weniger im Niveau als in der Struktur: Kronberg ist kleiner, homogener und hat einen höheren Anteil an freistehenden Häusern und Villen, während die größeren Nachbarstädte breitere Wohnungsmärkte haben. Für den Verkauf zählt ohnehin die konkrete Zone, nicht der Ortsvergleich.

Wann wurden die Daten zuletzt aktualisiert?

Maßgeblich sind zwei Stichtage. Die Bodenrichtwerte gelten zum 01.01.2024 und werden alle zwei Jahre neu festgesetzt. Die Kreis-Preisniveaus stammen aus dem Landesbericht 2025, der die beurkundeten Verträge des Jahres 2024 auswertet. Abgerufen haben wir beides am 13.8.2026; der vollständige Nachweis steht im Quellenblock am Seitenende.

Quellen und Datenstand

Kronberg hat keinen eigenen Gutachterausschuss. Wir trennen deshalb strikt zwischen stadtscharfen Bodenrichtwerten und Kreiswerten und sagen offen, wo letztere nicht taugen.

Bodenrichtwerte (Stadt)
BORIS Hessen, Gutachterausschuss - Immobilienwerte (Bereich Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg) · Stichtag 01.01.2024 · Median der baureifen Wohnbauland-Zonen je Gemarkung · Datenlizenz Deutschland Zero 2.0 · abgerufen am 13.8.2026
Preisniveaus (Kreis)
Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2025, Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse (ZGGH) · Berichtsjahr 2024 · daraus die Kaufvertragszahlen des Hochtaunuskreises und die Preisniveaus für Standardobjekte
Warum wir den Kreiswert nicht als Kronberger Wert ausgeben
Das Kreisniveau von 715.000 Euro für ein freistehendes Standardhaus liegt unter dem reinen Bodenwert vieler Kronberger Grundstücke: 700 Quadratmeter in einer 950-Euro-Zone ergeben allein 665.000 Euro Bodenwert. Der Kreiswert mittelt über den gesamten Hochtaunuskreis einschließlich der günstigeren Lagen im Hintertaunus und taugt deshalb nicht als Orientierung für Kronberg.
Vergleichsdaten Nachbarstadt
Immobilienmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses der Stadt Oberursel (Taunus), Berichtsjahr 2024 · daraus der dokumentierte Rückgang der Eigenheimpreise um rund 21 Prozent, den wir als Hinweis auf die Marktentwicklung im Vordertaunus heranziehen, ausdrücklich nicht als Kronberger Zahl
Stand und Prüfung
Redaktionsstand August 2026 · die fachliche Gegenprüfung folgt mit dem Reviewer-Onboarding · unseren Rechenweg legen wir in der Methodik offen

Was ist Ihre Immobilie in Kronberg wert?

Fünf Fragen, zwei Minuten, eine begründete Spanne aus dem Bodenrichtwert Ihrer Zone. Kein Konto, kein Rückruf, keine Weitergabe ohne Ihr ausdrückliches Ja.