Jugendstilhäuser einer süddeutschen Universitätsstadt im Abendlicht

Immobilienpreise in Darmstadt

Die beurkundeten Kaufpreise des Darmstädter Gutachterausschusses und die Bodenrichtwerte jedes PLZ-Gebiets, eingeordnet nach Stadtteil. Keine Angebotspreise, sondern das, was tatsächlich gezahlt wurde.

Die Kernzahlen

Was Immobilien in Darmstadt wirklich kosten

Drei amtliche Ankerwerte, bevor es in die Stadtteile geht.

Darmstadt ist ein kleiner Markt mit großen Zahlen. 1.203 Immobilien wechselten 2024 den Eigentümer, davon 811 Eigentumswohnungen, 303 bebaute und 89 unbebaute Grundstücke; der Geldumsatz lag bei rund 531 Millionen Euro. Für gebrauchte Eigentumswohnungen weist der bundesweite Immobilienmarktbericht einen Median von 3.810 Euro je Quadratmeter aus. Neubauwohnungen kosteten im Schnitt 6.535 Euro je Quadratmeter einschließlich Stellplatz, ermittelt aus 194 Käufen. Dieser Abstand zwischen Bestand und Neubau ist der auffälligste Zug des Darmstädter Marktes.

Der zweite Anker ist der Bodenrichtwert, der amtliche Quadratmeterwert für den reinen Boden je Lagezone zum Stichtag 01.01.2024. Er macht Lagen vergleichbar, weil kein Gebäudezustand dazwischenfunkt. In Darmstadt liegen die PLZ-Mediane zwischen 775 Euro und 1.225 Euro, während einzelne Zonen von 350 bis 1.700 Euro reichen. Diese große Zonen-Spanne bei enger PLZ-Spanne ist typisch für eine kompakte Stadt: Die Unterschiede liegen weniger zwischen den Stadtteilen als innerhalb.

Der dritte Anker ist die Wirtschaftsstruktur. Darmstadt trägt den Titel Wissenschaftsstadt nicht als Werbung: Die TU mit rund 25.000 Studierenden, die Hochschule Darmstadt, das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESA/ESOC, EUMETSAT, das GSI-Helmholtzzentrum, Merck als Stammsitz und die Software AG erzeugen eine Nachfrage, die von Konjunkturzyklen weitgehend abgekoppelt ist. Gleichzeitig ist die Stadt räumlich eng begrenzt. Aus dieser Kombination folgt die Grundmechanik des Marktes: strukturelle Knappheit bei stabiler, gut verdienender Nachfrage.

Ihr Wert

Was ist Ihre Darmstädter Immobilie wert?

Dieselben amtlichen Zahlen, angewendet auf Ihr Objekt. In zwei Minuten, ohne Konto und ohne Rückruf.

KostenlosErgebnis sofort sichtbarAmtliche Bodenrichtwerte
Amtliche Werte

Bodenrichtwerte je PLZ-Gebiet

Median der Wohnbauland-Zonen je Postleitzahl, Stichtag 01.01.2024, Quelle Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sortiert vom teuersten zum günstigsten Gebiet.

Bessungen und Paulusviertel642851.225 €/m²Wert berechnen →
Mathildenhöhe, Woogsviertel und Fasanerie642871.150 €/m²Wert berechnen →
Innenstadt und Eichbergviertel642831.100 €/m²Wert berechnen →
Eberstadt642971.000 €/m²Wert berechnen →
Heimstättensiedlung und Süden64295875 €/m²Wert berechnen →
Kranichstein64289800 €/m²Wert berechnen →
Arheilgen und Wixhausen64291800 €/m²Wert berechnen →
Martinsviertel, Waldkolonie und Europaviertel64293775 €/m²Wert berechnen →

Lesehilfe: Anders als in Wiesbaden führt der Darmstädter Gutachterausschuss die Kernstadt als nummerierte Bezirke statt unter Stadtteilnamen, deshalb gruppieren wir hier nach Postleitzahl und ordnen die Stadtteile redaktionell zu. Jeder Wert beschreibt baureifes Wohnbauland mittlerer Lage seiner Zone und lässt das Gebäude außen vor. Weil die Zonen innerhalb eines PLZ-Gebiets weit auseinanderliegen, von 350 bis 1.700 Euro, sagt der Median hier weniger als in kleinteiligen Städten. Welche Zone für Ihr Grundstück gilt, klärt der kostenlose BORIS-Auszug.

Nach Objektart

Wohnung, Haus, Grundstück: drei Märkte, drei Logiken

Eigentumswohnungen stellen mit 811 von 1.203 Verkäufen den Löwenanteil des Darmstädter Marktes. Die entscheidende Trennlinie verläuft zwischen Bestand und Neubau: 3.810 Euro Median gegen 6.535 Euro im Neubau, ein Abstand von über siebzig Prozent. Wer eine Bestandswohnung verkauft, konkurriert nicht mit diesem Neubaupreis, muss ihn aber erklären können, denn Interessenten sehen beide Angebote nebeneinander. Die stärksten Argumente sind gewachsene Lage, größere Grundrisse und ein Preis, der Sanierungsbedarf ehrlich einpreist statt ihn zu verstecken.

Häuser sind in Darmstadt knapp: 138 verkaufte Einfamilienhäuser in einem ganzen Jahr, bei rund 160.000 Einwohnern. Die Durchschnittspreise des Gutachterausschusses staffeln sich klar nach Bauform, von 510.000 Euro für das Reihenmittelhaus über 575.000 Euro für das Reihenendhaus und 585.000 Euro für die Doppelhaushälfte bis zu 813.000 Euro für das freistehende Haus. Der Sprung zum freistehenden Objekt fällt besonders groß aus, weil dort das Grundstück den Preis dominiert. Bei 500 Quadratmetern in einer 1.150-Euro-Zone stecken allein 575.000 Euro im Boden.

Grundstücke sind der engste Teilmarkt der Stadt. 17 Verkäufe unbebauten Wohnbaulands im Jahr 2024, zusammen 1,7 Hektar, zu durchschnittlich 1.203 Euro je Quadratmeter. Bei so wenigen Fällen taugt der Durchschnitt nur als grobe Orientierung; entscheidend ist die konkrete Zone und vor allem das Baurecht. Eine Bauvoranfrage kostet wenige hundert Euro und beantwortet die einzige Frage, die den Preis wirklich bewegt: Was darf hier gebaut werden? Unsere Grundstücksbewertung rechnet mit den amtlichen Zonenwerten.

Die Lagen

Darmstadts Stadtteile im Ehrlichkeits-Check

Darmstadt ist kompakt, aber keineswegs einheitlich. Die Stadtteile im Einzelnen, von der Mitte nach außen.

Mathildenhöhe und Woogsviertel sind Darmstadts Aushängeschild und die teuerste Wohngegend der Stadt. Die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe steht seit 2021 auf der UNESCO-Welterbeliste, und die umgebenden Jugendstil- und Gründerzeitvillen bilden ein Ensemble, das es in dieser Dichte in Südhessen kein zweites Mal gibt. Hier liegt auch die teuerste Bodenrichtwertzone der Stadt mit 1.700 Euro je Quadratmeter. Die Käuferschicht ist begrenzt und kaufkräftig, Objekte wechseln oft ohne breite Vermarktung den Eigentümer. Wer hier verkauft, braucht Zugang zum richtigen Kreis, nicht Reichweite.

Die Innenstadt mit dem Eichbergviertel ist der urbanste und heterogenste Teilmarkt. Rund um Luisenplatz und Fußgängerzone dominieren Handel und Büro, wohnseitig prägen Nachkriegsbauten das Bild, unterbrochen von einzelnen erhaltenen Altbauzeilen. Der Wiederaufbau nach der weitgehenden Zerstörung 1944 erklärt, warum die Innenstadt architektonisch weniger hergibt als die Randlagen. Für Verkäufer ist das kein Nachteil: Die Lage verkauft sich über Erreichbarkeit, und der Markt für kleine, gut geschnittene Wohnungen ist wegen der Studierenden und Berufseinsteiger dauerhaft liquide.

Bessungen und das Paulusviertel südlich der Innenstadt gelten als die begehrteste Wohnadresse für Familien. Bessungen war bis 1888 eigenständig und hat sich einen dörflichen Kern mit eigener Gastronomie bewahrt, das angrenzende Paulusviertel bietet gepflegten Altbaubestand in ruhiger Lage. Die Nachfrage übersteigt das Angebot dauerhaft, entsprechend kurz sind die Vermarktungszeiten für gepflegte Objekte. Preisdämpfend wirken hier fast nur unsanierte Energiezustände.

Das Martinsviertel mit Waldkolonie und Europaviertel ist der Gegenpol: dicht, jung und stark von der TU geprägt. Das Martinsviertel ist Darmstadts Studentenviertel mit hohem Mietanteil und entsprechend vielen Kapitalanlegern auf der Käuferseite. Waldkolonie und das neuere Europaviertel rund um den Hauptbahnhof zeigen dagegen die Verdichtungsgeschichte der Stadt, mit Neubauquartieren, die direkt gegen den Bestand konkurrieren. Für Verkäufer im Bestand heißt das: Der Vergleich mit dem Neubau nebenan wird von Käufern aktiv gezogen und muss im Preis beantwortet sein.

Kranichstein im Nordosten ist Darmstadts größte Nachkriegs-Siedlungsplanung, entstanden ab den 1960er Jahren rund um ein eigenes Zentrum. Der Stadtteil trägt den größten Teil der günstigen Zonen der Stadt und gehört gleichzeitig zu den grünsten Lagen, direkt am Kranichsteiner Wald. Das Preisniveau macht ihn zum Einstiegsmarkt für Familien, die in Darmstadt bleiben wollen. Käufer reagieren hier besonders sensibel auf Zinsbewegungen und Nebenkosten, weshalb eine belegbare Energiebilanz im Exposé überdurchschnittlich viel wert ist.

Eberstadt ist mit Abstand der größte Stadtteil und im Grunde eine eigene Kleinstadt am Rand des Odenwalds, eingemeindet 1937. Der Bodenrichtwert-Median liegt bei 1.000 Euro, die Spanne innerhalb des Stadtteils reicht von 700 bis 1.400 Euro und bildet damit den Unterschied zwischen den Hanglagen am Odenwaldrand und den ebenen Siedlungsteilen ab. Eberstadt ist der wichtigste Hausmarkt der Stadt: Wer in Darmstadt ein freistehendes Haus mit Garten sucht, sucht meistens hier.

Arheilgen und Wixhausen im Norden sind ebenfalls eingemeindete Orte mit erhaltenem Ortskern und dörflicher Struktur. Arheilgen liegt mit 800 Euro im mittleren Feld, Wixhausen mit 600 Euro am unteren Ende der Stadt. Beide profitieren von der guten Anbindung nach Frankfurt und vom Merck-Standort, beide haben aber auch mit der Nähe zur Bahnstrecke und zur A5 zu tun, was straßenweise erhebliche Preisunterschiede erzeugt. Eine Bewertung ohne Kenntnis der konkreten Lage ist hier besonders unzuverlässig.

Die Heimstättensiedlung und der Süden runden das Bild ab. Die Heimstättensiedlung entstand als Selbsthilfeprojekt der Zwischenkriegszeit und ist bis heute ein eigener Kosmos aus kleinen Häusern mit großen Gärten. Für Käufer, die Grundstück statt Wohnfläche suchen, ist das eine der interessantesten Adressen der Stadt; für Verkäufer bedeutet es, dass der Bodenanteil den Preis stärker bestimmt als das Gebäude, das oft ohnehin erweitert oder ersetzt wird.

Der Antrieb

Warum Darmstadt anders funktioniert als seine Nachbarn

Die meisten südhessischen Städte sind Wohnstandorte für Frankfurt-Pendler. Darmstadt ist das auch, aber vor allem ist es ein eigener Arbeitsmarkt mit ungewöhnlichem Profil. Merck betreibt hier seinen Stammsitz seit 1668, die Europäische Weltraumorganisation steuert vom ESOC aus ihre Satelliten, EUMETSAT wertet Wetterdaten für ganz Europa aus, das GSI-Helmholtzzentrum betreibt Grundlagenforschung an einem Teilchenbeschleuniger, und die TU bildet Ingenieure aus, von denen viele in der Region bleiben. Diese Arbeitgeber teilen eine Eigenschaft: Sie sind nicht konjunkturzyklisch, sondern langfristig gebunden.

Für den Immobilienmarkt hat das konkrete Folgen. Die Nachfrage bricht in schwachen Jahren weniger ein als in Standorten mit stärker zyklischer Wirtschaft, und die Käufer bringen überdurchschnittlich stabile Einkommen mit, was Finanzierungen erleichtert. Gleichzeitig sind viele dieser Beschäftigten international und zeitlich befristet in Darmstadt, was den Mietmarkt stützt und Kapitalanleger anzieht. Der Effekt ist eine ungewöhnlich zuverlässige Nachfrage über alle Preissegmente hinweg.

Die Kehrseite ist die Enge. Darmstadt kann kaum noch in die Fläche wachsen, weshalb Neubau fast nur durch Verdichtung und Konversion entsteht, mit entsprechend hohen Baukosten. Genau daher rührt der große Abstand zwischen Bestands- und Neubaupreisen. Für Eigentümer im Bestand ist das eine gute Nachricht: Solange Neubau so teuer bleibt, bildet er eine Preisobergrenze, an der sich gut erhaltene Bestandsobjekte nach oben orientieren können.

Anlageobjekte

Vermietete Wohnungen und Mehrfamilienhäuser

Darmstadt gehört zu den verlässlichsten Vermietermärkten Südhessens, und der Grund steht auf dem Campus: Rund 25.000 Studierende der TU und mehrere tausend an der Hochschule Darmstadt erzeugen eine Nachfrage nach kleinen Wohnungen, die jedes Jahr neu entsteht. Dazu kommen die international besetzten und oft befristeten Stellen bei ESA, EUMETSAT und in der Forschung. Für Kapitalanleger bedeutet das kurze Wiedervermietungszeiten, aber auch höhere Fluktuation als in reinen Familienlagen. Vermietete Eigentumswohnungen handeln mit dem üblichen Abschlag gegenüber leeren; wie groß er ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie weit die Bestandsmiete unter der Marktmiete liegt. Die Rechnung im Detail führt unser Leitfaden zur vermieteten Wohnung.

Mehrfamilienhäuser werden über den Ertrag gehandelt: Jahresnettokaltmiete mal Faktor, korrigiert um Lage, Zustand und Mietsteigerungspotenzial. Belastbare Durchschnittsfaktoren veröffentlicht der Gutachterausschuss für Darmstadt nicht in einer Form, die sich hier seriös zitieren ließe, weil jedes Objekt zu individuell ist. Die Rechenmechanik selbst zeigt unser Ertragswert-Rechner offen. Vor jeder Preisverhandlung gehören zwei Prüfungen: die Zehnjahresfrist der Spekulationssteuer und, bei mehreren Verkäufen, die Drei-Objekt-Grenze des gewerblichen Grundstückshandels.

Der Verkauf

In Darmstadt verkaufen: der kurze Fahrplan

Am Anfang steht die Mappe. Grundbuchauszug und Flurkarte, der Energieausweis, bei einer Wohnung zusätzlich Teilungserklärung und die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, beim Haus die Bauakte. Zuständig sind in Darmstadt das Grundbuchamt beim Amtsgericht Darmstadt und für die Flurkarte das städtische Vermessungsamt. Diese Unterlagen früh zu haben ist kein Ordnungsfimmel: Der Finanzierer des Käufers fragt sie ab, bevor er zusagt, und jede Woche Verzögerung an dieser Stelle kostet Interessenten mit guter Bonität.

Danach folgt der übliche Verkaufsprozess, mit drei Darmstädter Besonderheiten. Erstens die Einwertung auf Zonen-Ebene, weil die Spanne innerhalb der PLZ-Gebiete größer ist als zwischen ihnen; die kostenlose Marktwertindikation liefert dafür die amtliche Grundlage. Zweitens die Neubau-Konkurrenz, die im Exposé beantwortet sein sollte, bevor der erste Interessent sie anspricht. Drittens die Kosten: Der hessische Provisionssatz von 5,95 Prozent wird geteilt und ist verhandelbar (nachrechnen im Provisionsrechner), dazu kommen die Lastenfreistellung beim Notar und bei vermieteten Objekten die Spekulationsfrist-Prüfung.

Verkauf mit Marktwertindikation startenZum Verkaufs-Leitfaden für Darmstadt
Die Partner

Immobilienmakler in Darmstadt: geprüft statt versprochen

Wen Sie mit dem Verkauf beauftragen, schlägt sich in Euro nieder, und zwar in einem Markt mit nur gut tausend Transaktionen im Jahr besonders deutlich. Bei uns kann sich ein Büro nicht einkaufen: Es bewirbt sich, legt seine Vermarktungshistorie offen und wird daran gemessen, ob seine Startpreise halten, wie lange seine Objekte laufen und wie oft nachträglich reduziert wird. Für Darmstadt achten wir zusätzlich auf zwei Spezialisierungen, die hier zählen: Erfahrung mit dem denkmalgeschützten Bestand rund um die Mathildenhöhe und Routine im Umgang mit Kapitalanlegern im Studenten-Mietmarkt. Bis zu Ihrer Freigabe bleiben alle Profile anonym, und Ihre Anfrage geht am Ende an genau ein Büro.

Rhein-Main

Preise in den Nachbarstädten

Südhessen ist kleinteilig: Jede Nachbargemeinde hat eigene Bodenrichtwertzonen und ein spürbar anderes Preisniveau als die Wissenschaftsstadt.

Frankfurt am MainWiesbadenBad CambergOberurselWeiterstadtfolgtPfungstadtfolgtGriesheimfolgtOber-RamstadtfolgtMühltalfolgtSeeheim-JugenheimfolgtRoßdorffolgt

Für Ihren Ort gibt es noch keine eigene Auswertung? Die Marktwertindikation kennt die amtlichen Werte jeder deutschen Postleitzahl und rechnet sofort.

Häufige Fragen zu Immobilienpreisen in Darmstadt

Was kostet eine Eigentumswohnung in Darmstadt aktuell?

Für gebrauchte Eigentumswohnungen weist der Immobilienmarktbericht Deutschland 2025 einen Median von 3.810 Euro je Quadratmeter für Darmstadt aus, Berichtsjahr 2024. Neubauwohnungen liegen deutlich darüber: Der Darmstädter Gutachterausschuss nennt für 2024 einen Durchschnitt von 6.535 Euro je Quadratmeter einschließlich Stellplatz, ermittelt aus 194 Käufen. Der Abstand zwischen Bestand und Neubau ist damit größer als in den meisten Rhein-Main-Städten.

Wo ist Darmstadt am teuersten, wo am günstigsten?

Bei den amtlichen Bodenrichtwerten für Wohnbauland liegt Bessungen und Paulusviertel mit 1.225 Euro je Quadratmeter vorn, am unteren Ende steht Martinsviertel, Waldkolonie und Europaviertel mit 775 Euro. Die Spanne einzelner Zonen ist erheblich größer: Sie reicht von 350 Euro in Randlagen bis 1.700 Euro rund um die Mathildenhöhe.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Aus drei amtlichen Quellen: den Bodenrichtwerten des Gutachterausschusses über BORIS Hessen (Stichtag 01.01.2024, Datenlizenz Deutschland Zero 2.0), dem Immobilienmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Berichtsjahr 2024 und dem bundesweiten Immobilienmarktbericht Deutschland 2025. Angebotspreise aus Portalen verwenden wir nicht.

Was kostet ein Haus in Darmstadt?

Der Gutachterausschuss zählte 2024 insgesamt 138 verkaufte Einfamilienhäuser und nennt folgende Durchschnittspreise: 510.000 Euro für das Reihenmittelhaus, 575.000 Euro für das Reihenendhaus, 585.000 Euro für die Doppelhaushälfte und 813.000 Euro für das freistehende Einfamilienhaus, letzteres aus 69 Verkäufen. Die Spanne innerhalb jeder Kategorie ist groß, weil Lage und Grundstücksgröße stark streuen.

Warum ist der Darmstädter Neubau so viel teurer als der Bestand?

Weil beide Segmente unterschiedliche Käufer bedienen. Der Neubau in Darmstadt entsteht überwiegend in verdichteten Lagen mit hohen Baukosten und wird von Selbstnutzern mit gesicherten Einkommen aus Forschung, Verwaltung und Industrie gekauft, oft einschließlich Stellplatz. Der Bestand umfasst dagegen die gesamte Bandbreite von der sanierten Jugendstilwohnung bis zur unsanierten Nachkriegszeile. Für Verkäufer im Bestand heißt das: Der Neubaupreis ist kein Maßstab, sondern die Konkurrenz, gegen die der eigene Zustand argumentieren muss.

Was ist der Unterschied zwischen Bodenrichtwert und Kaufpreis?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert für den unbebauten Boden einer Lagezone, bezogen auf einen Quadratmeter Grundstück. Der Kaufpreis dagegen umfasst das gesamte Objekt einschließlich Gebäude, Zustand und Ausstattung. Beim Haus mit großem Grundstück wiegt der Bodenanteil schwer, bei der Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus deutlich weniger. Deshalb ist der Bodenrichtwert ein guter Lagevergleich und eine schlechte Objektbewertung.

Wie hoch ist die Maklerprovision in Darmstadt?

Üblich sind in Hessen 5,95 Prozent inklusive Mehrwertsteuer, geteilt zwischen Verkäufer und Käufer, auf Ihre Seite entfallen also rund 2,98 Prozent. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus zum Darmstädter Durchschnitt von 813.000 Euro sind das etwa 24.200 Euro. Der Satz ist verhandelbar; unser Provisionsrechner zeigt Ihren Anteil auf den Euro genau.

Was kostet Bauland in Darmstadt?

Der Gutachterausschuss nennt für 2024 einen durchschnittlich gezahlten Quadratmeterpreis von 1.203 Euro für Wohnbauland, ermittelt aus lediglich 17 Verkäufen mit insgesamt 1,7 Hektar Fläche. Bei dieser Fallzahl ist jeder einzelne Verkauf statistisch spürbar. Wer ein Grundstück verkauft, sollte die Bebaubarkeit vorab per Bauvoranfrage dokumentieren, denn zwischen Gartenland und baureifem Land liegt in Darmstadt ein sechsstelliger Unterschied.

Wie wirkt sich die TU Darmstadt auf den Immobilienmarkt aus?

Deutlich, aber anders als oft vermutet. Die rund 25.000 Studierenden prägen vor allem den Mietmarkt in den Vierteln rund um die Innenstadt und die Lichtwiese, was kleine Wohnungen für Kapitalanleger interessant macht. Der Kaufmarkt wird stärker von den festen Arbeitgebern getragen: Merck, ESA und EUMETSAT, GSI, Software AG und die Landesbehörden bringen dauerhaft gut verdienende Selbstnutzer in die Stadt. Diese Mischung erklärt, warum Darmstadt sowohl einen stabilen Anlegermarkt als auch eine solide Nachfrage nach Familienobjekten hat.

Erhalten Makler meine Daten, wenn ich hier rechne?

Nein. Die Berechnung läuft anonym: kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Partner erfährt davon. Erst wenn Sie im Anschluss selbst eine Anfrage abschicken und dabei einwilligen, geht Ihre Kontaktangabe heraus, und zwar an genau ein geprüftes Büro statt an einen Verteiler.

Ist Darmstadt teurer oder günstiger als Frankfurt?

Günstiger, aber der Abstand ist kleiner als bei vielen anderen Rhein-Main-Städten. Frankfurt kam 2024 auf einen Median von 5.190 Euro je Quadratmeter für gebrauchte Eigentumswohnungen, Darmstadt auf 3.810 Euro. Beim Neubau schrumpft der Unterschied deutlich, weil Darmstadt mit 6.535 Euro je Quadratmeter ein hohes Neubauniveau erreicht. Der Grund ist die Kombination aus Flächenknappheit, starker Forschungswirtschaft und der Nähe zu Frankfurt bei gleichzeitig eigener Wirtschaftskraft.

Wann wurden die Daten zuletzt aktualisiert?

Die Bodenrichtwerte tragen den amtlichen Stichtag 01.01.2024; sie werden vom Gutachterausschuss alle zwei Jahre fortgeschrieben. Die Kaufpreis-Auswertungen stammen aus dem Darmstädter Immobilienmarktbericht 2025 mit Berichtsjahr 2024. Unsere Datenbasis haben wir am 13.8.2026 abgerufen, der vollständige Quellennachweis steht am Seitenende.

Quellen und Datenstand

Zu jeder Zahl auf dieser Seite nennen wir Behörde, Stichtag und Abrufdatum. Hochgerechnete Portal-Angebote kommen hier nicht vor.

Bodenrichtwerte
BORIS Hessen, Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt · Stichtag 01.01.2024 · Median der baureifen Wohnbauland-Zonen je PLZ-Gebiet · Datenlizenz Deutschland Zero 2.0 · abgerufen am 13.8.2026
Kaufpreise Darmstadt
Immobilienmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt · Berichtsjahr 2024 · daraus stammen Transaktionszahlen, Geldumsatz, Neubaupreise, die Haus-Durchschnittspreise und der Baulandwert
Median Bestandswohnungen
Immobilienmarktbericht Deutschland 2025, Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse (AK OGA) · Berichtsjahr 2024 · daraus der Median für gebrauchte Eigentumswohnungen und der Frankfurter Vergleichswert
Stand und Prüfung
Redaktionsstand August 2026 · die fachliche Gegenprüfung folgt mit dem Reviewer-Onboarding · unseren Rechenweg legen wir in der Methodik offen

Was ist Ihre Immobilie in Darmstadt wert?

Fünf Fragen, zwei Minuten, eine begründete Spanne aus den amtlichen Darmstädter Zahlen. Kein Konto, kein Rückruf, keine Weitergabe ohne Ihr ausdrückliches Ja.